WAS IST HEKURU?

Wenn Bilder mehr als tausend Worte sagen, welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich dann im Lernprozess durch den Umgang mit Kunst? Diese Frage stößt das Projekt hekuru an, das Heterogenität und Kunst in den Religionsunterricht integriert und somit den Umgang mit Kunst und künstlerischer Praxis im religiösen Lernprozess initiiert. Das Projekt, das das heterogenitätssensible Potenzial von Religion und Kunst aufgreift, zielt somit einerseits auf die Entwicklung konkreter empirisch erprobter Lehr- und Lernarrangements für die Arbeit in heterogenen Lerngruppen, andererseits sollen Erkenntnisse über die Adaption von Kunst im Religionsunterricht gewonnen werden.

Heterogenes Lernen durch den Umgang mit Kunst im Religionsunterricht

  • Heterogenität

  • Kunst

  • Religionsunterricht

Mehr über das Projekt

Wir erforschen, inwiefern durch das Lernsetting sowie durch das aktive Agieren von Lehrkräften adaptives und heterogenitätssensibles Lernen gefördert wird. Um diesbezüglich konkrete Erkenntnisse gewinnen zu können, wird untersucht, inwiefern die erhobenen Lernergebnisse mit der Adaption von künstlerischen Praktiken im Lernprozess des heterogenen Religionsunterricht einhergehen. Das Projekt geht von der Grundannahme aus, dass der Umgang mit Kunst und künstlerischer Praxis heterogenitätssensible Lernprozesse fördert. In diesem Sinne ist es unser Ziel, empirische Daten zu gewinnen, die das Potenzial interdisziplinärer Lernprozesse begründen.

Das Projekt wird im Rahmen des Lerngegenstands „Deutungen von Leid und Tod entwickeln“ durchgeführt. In der Auseinandersetzung mit Kunst werden verschiedene christliche Deutungen der anthropologischen Grunderfahrung von Leid und Tod vermittelt und mit zentralen theologischen Konzepten von Passion und Kreuzestod in Beziehung gesetzt. Der Lerngegenstand ist sowohl subjekt- als auch fachorientiert ausgerichtet und weist Parallelen zur Didaktik der Jugendtheologie auf.

Im Rahmen des Projekts werden in verschiedenen Klassen zwei Teilprojekte initiiert, durchgeführt und anschließend miteinander verglichen. Ein erstes Teilprojekt soll Rückschlüsse über das religiöse Lernen durch die Betrachtung und den Umgang mit Kunst ermöglichen, wobei durchaus auf kreativ-performative Methoden zurückgegriffen wird. Ein zweites Teilprojekt hingegen fokussiert, ob und inwiefern durch künstlerisch-ästhetisches Arbeiten im Religionsunterricht das heterogenitätssensible Lernen gefördert wird. Die Lehr- und Lernarrangements umfassen ca. 8 Unterrichtsstunden. Untersucht werden Lerngruppen des 9. und 10. Jahrganges im konfessionsübergreifenden Religionsunterricht an Schulen, die sich durch eine heterogene Schülerschaft auszeichnen (z.B. Gesamtschulen oder inklusiv arbeitende Schulen).

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